Künstlerduo Siebrecht && Pempeit [ehemals R100]


Seit 2003 haben sich Brigitte Felician Siebrecht und .KL Pempeit. zu einem projektbezogenen und inspirativen Künstlerduo zusammengefunden. Beide arbeiten im Künstler- und Museumsdorf Barendorf / Iserlohn.

Die Projekte des Duos bedienen sich der unterschiedlichsten Mittel und Techniken, streifen künstlerische Richtungen wie die Digital-Art, Konzept-Kunst, Installation und interactive Arts. Beide haben ihre künstlerischen Wurzeln in traditionellen Bereichen wie der Malerei und der Bildhauerei entwickelt. Jedoch schon zu Beginn der 1990er entdeckten beide ihren jeweils unterschiedlichen Zugang zu Medien- und Computerkunst.

Die Besonderheit der gemeinsamen künstlerischen Projekte liegt in dem immer wieder aufgegriffenen Thema des „ZwischenRaums“. Der „Zwischen-Raum“ entsteht während der synästhetischen Arbeit mit traditionellen und digitalen Medien und Methoden. Synthese, Erweiterung, Abgrenzung und Differenzierung werden dabei gleichermaßen ausprobiert und auf unterschiedliche Weise visualisiert und ins Leben gerufen.

Beide setzen sich mit der Digitalen Kunst auseinander, entwickeln digitale, bzw. digital-analoge Bearbeitungsmethoden und experimentieren mit der Verbindung traditioneller und medialer Techniken. Die Zusammenführung auch unterschiedlicher Dimensionen, wie Bild(-Oberfläche), Skulptur, Display, Relief, Still, Bewegung, Virtualität und Interaktivität spielen dabei eine zentrale Rolle. Besonders im Zusammenhang mit digitalen Bearbeitungsmethoden entstehen immer wieder Fragen nach den Grundlagen künstlerischen Tuns, nach Zufall und Inspiration, nach sich wandelnden Sphären von Wahrnehmung und Bewusstsein, nach den Grundlagen einer medial geprägten Ästhetik. Sie ziehen sich wie ein roter Faden durch die Arbeiten beider Künstler.

BrigitteFelician Siebrecht 

... studierte Kunst und Freie Malerei zunächst in Frankfurt, dann in Dortmund, wo sie ihr Studium mit einem Diplom der "Freien Malerei" abschloss. Eine zusätzliche Ausbildung zur Mediendesignerin legte den Grundstein zu einer stark multimedial ausgerichteten Kunst.

In den vergangenen Jahren hat Siebrecht den Begriff "New mixed Media’ entwickelt. Es entstehen Bilder, die einerseits einen deutlich malerischen Duktus aufweisen, andererseits aber mit Elementen wie der Fotografie und des digitalen Composings arbeiten - dabei Drucktechnik, Fotografie, MAlerei und Zeichnung verbinden.

Als Malerin steht für Siebrecht die besondere Qualität der Fläche im Vordergrund. Die Bildschirm-Oberfläche bezeichnet sie als Pendant zur weißen unbearbeiteten Fläche der Leinwand und arbeitet daran, sie im malerischen Sinne ‚durchlässig’ zu machen: Das „Oberflächenhafte“ soll Schritt für Schritt hinter einer (malerisch) verwandelten Fläche zurücktreten.

Das Gesamtbild entsteht durch eine bewusste Verwandlung der Fläche im malerischen Sinne:

Durch Überlagerungen verschiedener Schichten und die Bildung von Transparenzen, durch den Umgang mit Farbklang-Dynamik und Hell-Dunkel-Kontrasten treten evtl. reale Motive mehr und mehr zurück.

Ziel ist dabei für Siebrecht eine voranschreitende Stilisierung von Objekten und deren Einbindung in die abstrakte Gesamtkomposition. Die organische Zusammenführung von realistischen, fotografischen und abstrakten Bildelementen macht den ungewöhnlichen und neuartigen Eindruck der Bilder aus.

Für ihre fotografischen Arbeiten erhielt sie Anfang 2006 den Hauptpreis des Wiener Werkstattpreis für Fotografie.

Neben der Arbeit am „statischen’ Bild beschäftigt sich Siebrecht intensiv mit der interaktiven bzw. programmierten Kunst. Auch hier stehen die Ästhetik und die sinnliche Wirkung des Werkes im Mittelpunkt – ihre Arbeiten beschäftigen sich beispielsweise mit der Visualisierung des Zufalls oder dem Erleben synästhetischer Zusammenhänge. Zum Teil experimentieren sie mit den “doppelbödigen“ Strukturen des Digitalen und versuchen diese nicht nur zu verdeutlichen, sondern auch zu transformieren.

K. Ludger Pempeit

... hatte bereits mit 17 Jahren seine erste Galerieausstellung in Hemer. Mitte der 80er Jahre bestand er die Aufnahmeprüfung an der Fachhochschule für Design in Dortmund, entschied sich aber letztlich gegen ein Studium zugunsten der Ausbildung zum Steinmetz und Steinbildhauer.

Der künstlerische Umgang und die "Liebe" zu Form und Material zeichnen sowohl seine plastische als auch seine malerische Arbeit aus. Einen großen Einschnitt in der künstlerischen Arbeit bewirkte auch bei Pempeit der Kontakt mit dem Computer Mitte der 90er Jahre.

Pempeits Computer Kunst entsteht vor dem Hintergrund seiner bildhauerischen Tätigkeit. Die so entstandenen Bilder bezeichnet er daher auch gerne mal als "gehauene Bilder".

Konkret bedeutet dies, dass das Herausarbeiten scheinbar 3-dimensionaler Flächen und Bereiche und die besondere Beachtung perspektivischer Elemente ein wichtiger Bestandteil bei der Arbeit am digitalen Motiv sind.

Als Grundlage dienen fotografische und zeichnerische Fragmente, die eine surreale Verwandlung erleben, aber auch die Neukreation digitaler Figuren und Elemente werden zu Teilen des Gesamtbildes.

Gegenwärtig arbeitet Pempeit an der Entwicklung der von ihm sogenannten "BeamArt" bzw. Strahl Kunst. In ihr verbinden sich die digitale Bildbearbeitung und die Steinbildhauerei zu einem völlig neuen Bild- und Materialeindruck. Digitale Motive werden dabei mit Sand in die Oberfläche des Steins "gestrahlt".

Auf diese Weise schafft er „Steinbilder“ die sich durch den Eindruck einer speziellen Tiefe auszeichnen: Das Motiv scheint sich physisch mit der Oberfläche zu verbinden und bildet so eine individuelle Beziehung zu Material und Struktur.

 

     
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